Geflüchtete erzählen

Am Samstag folgten rund 70 Gäste der Einladung der Flüchtlingshilfe, mit Geflüchteten ins Gespräch zu kommen. Drei junge Männer erzählten vom Ursprung des Kriegs in Syrien, von teilweise sehr persönlichen Erlebnissen, von der Flucht und von ihrem Ankommen in Deutschland. Auf Deutsch – denn sie sind alle etwas mehr als ein Jahr in Deutschland und können sich sehr gut mitteilen.

“Keiner von uns hat vor dem Krieg darüber nachgedacht, Syrien zu verlassen”, sagte Monse. Dazu zeigte er Bilder aus Homs, einer Stadt, die nur noch aus Trümmern besteht. “Wir hatten keine Wahl, wir wollten unser Leben in Sicherheit bringen”.

Bashir erzählte von seinem Bruder, der im Alter von 16 Jahren zusammen mit einem Freund von der Geheimpolizei verhaftet wurde und der seinen Freund später im Gefängnis tot im Badezimmer vorfand. Dessen Eltern erhielten noch Monate später keine Nachricht, wo ihr Sohn abgeblieben ist und weigerten sich, der Nachricht des Augenzeugen zu glauben.

Mit 540 Leuten in einem Boot von Libyen nach Italien.

200 von ihnen starben, als das Boot kenterte, besonders Frauen und Kinder. Anass hat die Flucht überlebt, viele seiner Freunde nicht.

Bewegende Zeugnisse, die drei Männer vortrugen. Sie bekamen warmen Applaus von den Anwesenden. In der anschließenden Aussprache sagte eine Teilnehmerin: “Ihr braucht Euch nicht zu entschuldigen, dass Ihr hier seid!” Monse erwiderte: “Wir möchten uns gerne integrieren und bitten um Eure Mithilfe.”

Schön, dass Ihr hier seid. Ein Englischlehrer, ein CAD-Konstrukteur für CNC-Maschinen und ein Jura-Student. Wir wollen Euch gerne helfen, dass Ihr bei uns Fuß fasst!

Wir danken Marita und Hedwig für die Organisation und Bodo für die einleitenden Worte!

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